Ein hitziger Moment prägte eine Sitzung des Deutschen Bundestags, als die Politikerin der Partei Die Linke, Heidi Reichinnek, scharfe Kritik an der Partei Alternative für Deutschland (AfD) und ihrer Vorsitzenden Alice Weidel übte – im Rahmen einer Debatte über die sozial- und steuerpolitischen Forderungen der rechtspopulistischen Partei.
Vorwurf: Politik zugunsten der Wohlhabenden
Reichinnek warf der AfD vor, eine Steuer- und Sozialpolitik zu verfolgen, die vor allem den wohlhabenden Schichten der Gesellschaft zugutekomme – zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Partei selbst als Vertreterin der Interessen des „einfachen Bürgers" darstelle. Die Linken-Politikerin verwies dabei auf das, was sie als Widerspruch zwischen der populistischen Rhetorik der Partei und den tatsächlich im Bundestag eingebrachten Programmen bezeichnete.
Persönlicher Angriff auf Weidel wegen ihres Wohnsitzes in der Schweiz
Reichinnek beließ es nicht bei politischer Kritik, sondern richtete ihre Angriffe auch direkt gegen Alice Weidel persönlich, indem sie deren Wohnsitz in der Schweiz sowie die Inanspruchnahme der doppelten Abgeordnetendiät thematisierte. Wörtlich sagte Reichinnek: „Frau Weidel, wie lebt es sich denn so in der Schweiz mit der doppelten Diät?" – eine sarkastische Anspielung auf die Diskrepanz zwischen dem politischen Diskurs der Parteivorsitzenden und ihrer persönlichen Situation.
„Rechtsextreme Heuchelei" – harsche Wortwahl
Zum Abschluss ihres Redebeitrags bezeichnete die Linken-Politikerin das Verhalten der AfD als „rechtsextreme Heuchelei" und nannte die Art und Weise, wie sich die Partei gegenüber den Wählern präsentiere, „einfach nur billig" – ihrer Ansicht nach spiegele dies nicht die tatsächliche politische Ausrichtung der Partei wider.
Kontext der Debatte
Die Äußerungen fielen im Rahmen einer Bundestagsdebatte über die sozial- und steuerpolitischen Forderungen der AfD, vor dem Hintergrund zunehmend angespannter Beziehungen zwischen linken Parteien und der rechtspopulistischen Opposition in der deutschen politischen Landschaft.
Quelle: Plenarprotokoll des Deutschen Bundestags, Protokoll-Nr. 21/17, vom 9. Juli 2025.
